Knodt, Reinhard
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Reinhard Knodt
* 13. Oktober 1951 in Dinkelsbühl † 20. Dezember 2022 in Berlin Deutscher Schriftsteller und Philosoph.
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Reinhard Knodt studierte Philosophie und Literaturwissenschaft bei Hans-Georg Gadamer, Manfred Riedel und Friedrich Kaulbach. 1978 begann er seine akademische Laufbahn als Dozent für Mittelalterdichtung an der späteren Maynooth University in Irland. Danach war er wissenschaftlicher Angestellter für neuere deutsche Literaturgeschichte an der Universität Bayreuth und ab 1985 wissenschaftlicher Rat für Philosophie (C3-Lehrstuhl) an der Universität Erlangen-Nürnberg. Nach einem USA-Aufenthalt (DFG-Stipendium z. Habilitation) an der Pennsylvania State University vertrat er ab 1992 einen Lehrstuhl für Kunstphilosophie an der Kunsthochschule Kassel für Hannes Böhringer. 1993 lehnte er ein Lehrstuhlangebots an der Bauhaus-Universität Weimar ab und wechselte zum Bayerischen Rundfunk. Mit den Ästhetischen Korrespondenzen, die sich an der Idee einer „zweiten Philosophie“ (Riedel) im Verbund mit Dichtung, Mythos und Kunst orientierten und den Begriff der Korrespondenz alternativ zur französischen Postmoderne setzten (Korrespondenz statt Differenz), wurde Reinhard Knodt 1994 vom Reclam-Verlag in die Reihe der „Philosophen des 20. und 21. Jahrhunderts“ aufgenommen. 1995 begründete er die Nürnberger Autorengespräche zusammen mit Peter Horst Neumann, dem Direktor der Literaturabteilung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2006 trafen sich beim sechsten dieser Gespräche jüdische Schriftsteller aus ganz Europa und aus Israel auf dem ehemaligen Nürnberger Reichsparteitagsgelände, um den möglichen Beitrag von Juden zu einem werdenden Europa zu diskutieren. Zwischen 1995 und 2005 entstanden auch eine Reihe literarischer Bücher, die zu regionalen Literaturpreisen, einer Stadtschreiberschaft (Abenberg) und einem Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Künste führten. Um 2000 folgte die Begründung des Schnackenhofs zusammen mit Studenten der Nürnberger Kunstakademie als Philosophischer Salon und Haus der Begegnung von Philosophie, Kunst und Religion, das bis heute existiert. |